Das Projekt Dialogue en Route wurde letzte Woche im Berner Münster mit einem Swiss Diversity Award 2026 ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt ein Engagement, das seit 2017 junge Menschen stärkt und Begegnungen mit religiöser und kultureller Vielfalt ermöglicht. Vielfalt lässt sich nicht nur erklären – man muss ihr begegnen können. Dieser Gedanke steht im Zentrum von Dialogue en Route: Junge Guides begleiten Schulklassen an religiöse und kulturelle Orte und kommen in Workshops mit Jugendlichen ins Gespräch. Dabei bringen sie ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven auf Religion, Kultur, Zugehörigkeit und Zusammenleben ein. Sie laden dazu ein, genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und eigene Vorstellungen zu hinterfragen.Getragen wird dieses Engagement von Iras Cotis, der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft der Schweiz, durch ein Netzwerk junger Guides, den Projektleitenden in drei Sprachregionen sowie zahlreichen Partnerorganisationen und religiösen und kulturellen Gemeinschaften. Im vergangenen Jahr fanden schweizweit 366 Einsätze von Guides statt. Bei der achten Swiss Diversity Award Night nahmen unser Präsident Abduselam Halilovic und die Projektleiterinnen Svenja Fryand, Lia Ludwig und Ambra Ostinelli die Auszeichnung für Iras Cotis entgegen. Alle vier haben selbst als junge Menschen erste Erfahrungen im Projekt gesammelt. «Das zeigt, dass unser Projekt jungen Menschen hilft, damit sie wachsen können», sagte Svenja Fryand im Berner Münster. Die Auszeichnung verbindet sie mit einer Hoffnung für die Zukunft, denn die langfristige Finanzierung des Projekts bleibt eine Herausforderung: «Wir hoffen, dass diese Auszeichnung eine Signalwirkung hat für alle, die unsere Arbeit möglich machen, aber auch eine Signalwirkung für die Gesellschaft: dass Religion im Diskurs um Diversität ein wichtiges Thema ist – grad wenn wir die aktuelle weltpolitische Lage anschauen.»
Iras Cotis, Katja Joho, Christoph Knoch
Bern
23. Okt 2026
Swiss Diversity Award für Dialog