Unter Dutzenden freiwilligen Helfern für palästinensische Olivenbauern war auch der demokratische Kongresskandidat Brad Lander aus New York City.
Am Mittwochmorgen haben israelische Besatzungsbehörden israelische und internationale Aktivisten im besetzten Westjordanland verhaftet und festgehalten, während sie palästinensische Bauern als Schutz vor aggressiven Siedlern bei der Olivenernte begleiteten. Unter den Dutzenden Freiwilligen war der demokratische Kongresskandidat Brad Lander aus New York City. Dieser kam bald wieder frei. Die israelischen Aktivisten wurden jedoch offiziell festgenommen und sollen verhört werden.
Der «Forward» zitiert Anton Goodman als Geschäftsführer der«Rabbis for Human Rights», wonach die Delegation bereits stundenlang vor Ort war, als Offizielle ihnen mitteilten, dass sie sich unrechtmässig in einer militärischen Sperrzone aufhielten. Sicherheitskräfte hätten die Gruppe dann festgehalten, obwohl Goodman zugesichert hatte, man werde das Gebiet umgehend verlassen. 28 israelische Mitglieder sowie 42 Ausländer seien anschliessend auf der Polizeistation im nahegelegenen Beitar Illit festgehalten worden.
Die Ausländer seien wenig später für ein Verhör zu einem Militärstützpunkt gebracht worden. Lander schrieb während seiner Festsetzung auf X: «Die Besatzung ist ein Verstoss gegen das Völkerrecht. Die Olivenernte ist nach keinem mir bekannten Gesetz ein Verbrechen.» Nur er allein kam dann bald wieder frei. Die anderen Personen blieben in Gewahrsam, darunter eine Palästinenserin aus der Familie, welcher der Olivenhain gehört, in dem die Ernte stattfand.
Neben Lander war die Rabbinerin und Geschäftsführerin von «T’ruah: The Rabbinic Call for Human Rights», Jill Jacobs, unter den Verhafteten. Sie erklärte dem «Forward»: «Es gibt ein jüdisches Prinzip, Menschen in Gefahr beizustehen. Wir haben dieses Prinzip in die Tat umgesetzt – im Gegensatz zu den Siedlern, die den Diebstahl von Oliven sowie Gewalttaten rechtfertigen, obwohl dies dem jüdischen Gesetz widerspricht.»
Die Festnahmen erfolgten inmitten einer eskalierenden Welle von Siedlergewalt im Westjordanland (Link).