Libanon 20. Apr 2026

Soldat beschädigt Jesus-Statue 

Ein IDF-Soldat ist in in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen vom Sonntag dabei zu sehen, wie er in Südlibanon eine Jesus-Statue zerstört.

Die israelische Armee hat bestätigt, dass ein Soldat im Südlibanon eine Jesus-Statue beschädigt hat. Der Vorfall sorgt für Kritik und fällt in eine ohnehin fragile Sicherheitslage trotz Waffenruhe.

Die israelische Armee hat eingeräumt, dass ein eigener Soldat im Südlibanon mit einem Hammer auf eine Christusfigur eingeschlagen hat. Das Verhalten sei «in keiner Weise mit den Werten vereinbar» , die von Soldaten erwartet würden, teilte das Militär mit. 

Das Bild des Vorfalls war zuvor öffentlich geworden und zeigt einen uniformierten Mann, der auf eine beschädigte Jesus-Statue einschlägt. Nach einer ersten Untersuchung bestätigte die Armee die Authentizität der Aufnahme und kündigte disziplinarische Massnahmen an. Zudem wolle man die betroffene Gemeinde beim Wiederaufbau des religiösen Symbols unterstützen. 

Der Zwischenfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer angespannten Lage im Grenzgebiet. Zwar war zuletzt eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz verkündet worden, doch bleibt die Situation im Südlibanon instabil. Beide Seiten melden weiterhin Beschuss, zudem stellen Minen und Blindgänger eine Gefahr für die Zivilbevölkerung dar. 

Die Armee betonte, keine Absicht zu haben, zivile oder religiöse Infrastruktur zu beschädigen. Der Vorfall steht dennoch im Fokus, da im Libanon rund ein Drittel der Bevölkerung christlichen Glaubens ist und religiöse Symbole eine hohe Bedeutung haben. 

Redaktion