Meldungen über Bericht des israelischen Innenministeriums.
Arabische Medien berichten über einen Bericht des israelischen Innenministeriums zu Schäden eines iranischen Raketenangriffs nach dem Beginn der israelisch-amerikanischen Offensive gegen die Islamische Republik Ende Februar. Demnach waren die Schäden angeblich weitaus umfangreicher, als bisher bekannt gegeben.
Das Dokument wurde angeblich im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Wiederaufbauarbeiten am Raffineriekomplex Bazan in der Bucht von Haifa veröffentlicht und soll bislang nicht öffentlich publizierte Schäden an Gasturbinen, Dampfkesseln, elektrischen Betriebsräumen und anderen Hilfssystemen darstellen. Zudem sei ein im März getroffener Lagertank für Erdölprodukte irreparabel beschädigt und müsse daher durch einen neuen Tank mit einem Fassungsvermögen von bis zu 12'700 Kubikmetern ersetzt werden.
Ein zweiter Angriff Irans auf den Komplex im Juni soll das Kraftwerk der Raffinerie schwer beschädigt, deren Betrieb unterbrochen und drei Arbeiter getötet haben. Die Raffinerie-Leitung bezifferte die Verluste seinerzeit auf 150 bis 200 Millionen Dollar, während die israelische Regierung betonte, die Kraftstoffversorgung des Landes sei nicht beeinträchtigt worden.
Dem von arabischen Medien zitierten Dokument des Innenministeriums zufolge gehen die Schäden über die physische Infrastruktur hinaus, beeinträchtigen die Betriebsleistung der Raffinerie und damit die Versorgung von Verbrauchern mit Benzin.
Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen des damaligen israelischen Energieministers Eli Cohen. Dieser hatte erklärt, die Angriffe hätten die Produktionsanlagen nicht beschädigt und würden keine Auswirkungen auf die Kraftstoffversorgung haben. Des Weiteren soll aus dem Dokument hervor gehen, dass die für den Wiederaufbau an der Raffinerie genehmigte Gesamtfläche fast doppelt so gross ist wie bei vorherigen Angaben im Juni, was auf entsprechend grössere Zerstörungen hindeuten könnte.
Mit einer vollständigen Wiederherstellung des Bazan-Komplexes – und einer entsprechenden Deckung des Treibstoff-Bedarfs im Lande – sei demnach nicht vor 2028 zu rechnen. Drei Jahre später soll 2031 die Verlagerung der petrochemischen Industrie aus der Bucht von Haifa stattfinden (Link).