Der Schauspieler Eric Dane, vielen aus der Erfolgsserie «Grey’s Anatomy» in Erinnerung, ist am 19. Februar im Alter von 53 Jahren an den Folgen von ALS gestorben. Er sprach stets offen über sein Leiden und wurde zu einer eindringlichen Stimme für Betroffene. Dane wuchs in San Francisco in einem jüdischen Elternhaus auf. Seine Leidenschaft für die Bühne entdeckte er als Teenager bei einer Schulaufführung von Arthur Millers «Alle Meine Söhne». Nach frühen Rollen in Serien wie «Charmed – Zauberhafte Hexe» und «Gideon’s Crossing» gelang ihm der internationale Durchbruch mit «Grey’s Anatomy». Es folgten Filme wie «Marley & Ich» und «Valentinstag» sowie die Rolle des ambivalenten Cal Jacobs in «Euphorie», der US-Adaption einer israelischen Serie. Privat war sein Leben früh von Verlust überschattet: Sein Vater starb, als Dane sieben Jahre alt war, wenige Monate später verlor er auch seine Grossmutter, die ihn massgeblich geprägt hatte. Die jüdische Tradition, die seine Mutter Leah Cohen ihren Söhnen vermittelte, blieb für ihn zeitlebens wichtig; er feierte Bar Mizwa und gab religiöse Bräuche an seine eigenen Töchter weiter. Über allem stand für Dane jedoch die Vaterrolle. Trotz Krankheit und Trennung von seiner Ehefrau Rebecca Gayheart verbrachte er jede mögliche Minute mit Billie und Georgia. In einem kurz vor seinem Tod aufgezeichneten Netflix-Special formulierte er vier Ratschläge an seine Töchter: im Hier und Jetzt zu leben, eine Leidenschaft zu finden, treue Freundschaften zu pflegen und jeder Herausforderung «mit Würde und aller Kraft» zu begegnen. Seine letzten Worte galten ihnen: «Ich liebe euch. Gute Nacht.»
Eric Dane
27. Feb 2026
Verlust
Emily Langloh