Das Haifa Museum of Art startet mit einer neuen Ausstellungssaison und widmet sich dabei historischen, sozialen und geografischen Schichten israelischer Kunst. Vier parallele Ausstellungen beleuchten unterschiedliche Perspektiven, von Landschaftsmalerei der 1970er-Jahre bis zu zeitgenössischen Positionen und kulturellem Erbe. Im Zentrum steht «Northern Horizon», das eine bislang wenig beachtete nordisraelische Schule der Landschaftsmalerei sichtbar macht und ihren Einfluss auf heutige künstlerische Praktiken untersucht. Ergänzt wird dies durch Projekte zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler sowie durch eine Ausstellung, die sich mit Sprache, Identität und Mehrsprachigkeit in Haifa auseinandersetzt. Weitere Schwerpunkte liegen auf skulpturalen Arbeiten, die aus der Auseinandersetzung mit marokkanischer materieller Kultur entstanden sind, sowie auf einer ethnografischen Präsentation historischer Kleidungsstücke, Schmuckstücke und Alltagsobjekte marokkanischer Jüdinnen und Juden. Diese geben Einblick in Lebenswelten, Handwerk und soziale Zusammenhänge vergangener Generationen. Die Ausstellungssaison ist zugleich die letzte unter der Leitung des Chefkurators Kobi Ben-Meir, der das Museum in den vergangenen Jahren mit neuen Perspektiven auf israelische Kunst geprägt hat. Sein Ansatz betont Haifa als Ort der Vielfalt und als Raum, in dem unterschiedliche künstlerische und gesellschaftliche Stimmen nebeneinander bestehen.
Bis Samstag, 27. Juni, Haifa Museum of Art, Shabtai Levi Street 26, Haifa.
www.hma.org.il
haifa
20. Feb 2026
Neue Perspektiven auf Kunst
Emily Langloh