Die amerikanische jüdische Astronautin Jessica Meir steht vor ihrer nächsten Mission zur internationalen Raumstation ISS und nimmt dabei ein sehr persönliches Andenken mit: ein kleines Stoffkaninchen ihrer dreijährigen Tochter. Der Start der vierköpfigen Crew ist für kommende Woche von Cape Canaveral in Florida geplant, an Bord einer Falcon-9-Rakete von Space X. Es gehört zur Tradition von ISS-Missionen, persönliche Gegenstände mitzunehmen, die während der monatelangen Aufenthalte im All Nähe zur Familie schaffen. Meir erklärt, ihre Tochter besitze zwei identische Stofftiere: «Eines bleibt bei ihr, eines begleitet mich ins All, so können wir uns gegenseitig Fotos schicken und das Abenteuer teilen.» Die 48-jährige Meir, Meeresbiologin und Physiologin, war bereits 2019 und 2020 als Flugingenieurin auf der ISS und nahm damals an den ersten Weltraumspaziergängen von nur Frauen teil. Seitdem ist sie Mutter geworden, eine Rolle, die den bevorstehenden Einsatz emotional noch herausfordernder macht. Die Mission wird rund acht Monate dauern. «Es ist schwer, sich auf die lange Trennung vorzubereiten», sagt Meir. «Gerade in diesem Alter ist das ein grosser Teil ihres Lebens.» Gleichzeitig hofft sie, dass ihre Tochter die Bedeutung dieses Einsatzes eines Tages verstehen wird: als gemeinsames Abenteuer, das inspirieren kann, sie selbst ebenso wie Menschen auf der ganzen Welt.
Jessica Meir
13. Feb 2026
Aufbruch
Emily Langloh