Rund 75 Personen trafen am letzten Sonntag in der seit den 1970er-Jahren nur noch sporadisch benutzten Synagoge in Delémont ein, um gemeinsam einen Rosch-Chodesch-Gottesdienst zu feiern. Der letzte Gottesdienst in dieser schmucken und in den letzten Jahrzehnten renovierten und gut gepflegten Landsynagoge fand vor rund zehn Jahren statt, sodass der Andrang sehr gross war – es mussten sogar Anmeldungen abgelehnt werden, um die feuerpolizeilichen Vorschriften einzuhalten. Unter den Gästen waren acht Damen – die älteste davon ist 102 Jahre alt –, die selber in Delémont aufgewachsen waren und denen die Freude an diesem «Revival» im Gesicht stand. Wesentlich zur feierlichen Stimmung beigetragen hat auch das von Lucien Schoppig mit Herzblut vorgetragene Gebet sowie die tief berührenden Worte von Rabbiner Vanzetta. Ein herzhafter Brunch sowie zwei spannende Führungen in der Synagoge und in der Altstadt von Delémont, unter der kundigen Leitung von Marianne Becker, rundeten diesen gelungenen Anlass ab.
Delémont
21. Mai 2026
Wieder Leben in der Synagoge
Redaktion