Zürich, Genf 06. Mär 2026

Vereint am Flughafen

Der Krieg im Nahen Osten hat für die Schweiz eine direkte und spürbare Dimension: Tausende Schweizer Reisende sitzen weiterhin im Ausland fest, vor allem in den Golfstaaten, weil der Flugverkehr wegen der Eskalation blockiert ist. Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sind rund 4000 Schweizerinnen und Schweizer im Nahen Osten gestrandet, viele davon in Doha oder Dubai. Andere Betroffene meldeten sich in mehr als 15 Ländern, darunter in Indien, Australien oder Thailand, auch hier ist die Lage durch annullierte Flüge schwierig. Der Luftraum über der Region ist weitgehend gesperrt, weswegen die Fluggesellschaft Swiss ihre Flüge nach und von Dubai vorerst ausgesetzt hat und Verbindungen nach Tel Aviv ebenfalls unterbrochen sind. Da derzeit keine Möglichkeit besteht, die Betroffenen per Flugzeug zurückzuholen, stehe das EDA «in Kontakt mit Krisenzellen von Partnerstaaten und der Swiss», wie es heisst, konkrete Lösungen zeichnen sich aber noch nicht ab. Viele Betroffene schildern die Situation als belastend: Aus «Urlaubsmodus» werde «Dauerstress», heisst es aus Doha. Dort seien Reisende in ihren Hotels geblieben, oft mit Einschränkungen bei Bewegungsfreiheit, und fühlten sich unzureichend informiert, nicht zuletzt über Unterstützungsangebote durch die Schweizer Vertretungen vor Ort. Trotz der Unsicherheit sei von Panik jedoch keine Rede, betont das EDA, die Mehrheit zeige Verständnis für die Lage, auch wenn die Rückkehr in die Schweiz derzeit unklar bleibt. 

Emily Langloh