Gruselige Vergangenheit; Nähe zum Europa-Hauptquartier von Meta.
Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben im County Waterford, etwa 150 Kilometer südwestlich von Dublin, das 200 Jahre alte Strancally Castle erworben. Der Kaufpreis des nicht auf dem offenen Markt angebotenen Anwesens im neugotischen Stil soll bei rund 30 Millionen Dollar liegen. Der kolossale, dreistöckige Bau wurde Mitte des 20. Jahrhunderts mitsamt einem rund 2000 Hektar grossen Areal vom irischen Staat erworben und war zuletzt im Besitz des britischen Investors Michael Alen-Buckley, der Strancally Castle in den vergangenen 20 Jahren umfassend renovieren liess.
Zuckerberg will diese Arbeiten fortsetzen und wird das Schloss bei Aufenthalten im Europa-Hauptquartier von Meta in Dublin nutzen.
Fast unvermeidlich wird Strancally Castle von düsteren Legenden umweht. Vor dem heutigen Bau liess ein normannischer Adliger während der anglo-normannischen Invasion von Irland um 1200 auf dem Gut über dem Fluss Blackwater eine erste Zwingburg bauen, die später abgerissen wurde. Der Bau wurde später von Einheimischen als grausliche «Mörder-Grube» beschrieben. Reisende seien in das Schloss gelockt, an Händen und Füssen gefesselt und durch ein «Mordloch» in den reissenden Fluss geworfen worden. Der Schauplatz dieser Szenen liegt allerdings vier Kilometer vom heutigen Schloss entfernt.
Meta beschäftigt in Irland rund 1500 Mitarbeiter.
Zuckerberg hat ein Faible für Grundbesitz und lässt anscheinend Makler auf Eigner ihm attraktiv erscheinende Liegenschaften zugehen. Sein Immobilien-Portfolio umfasst dem Vernehmen nach 17 Liegenschaften weltweit, darunter ein Anwesen in Hawaii mit einem Kaufpreis von 365 Millionen Dollar. In seiner Nachbarschaft Crescent Park im kalifornischen Palo Alto hat er über viele Jahre elf Häuser erworben, die Grundstücke miteinander verbunden und diese in eine Art Sperrzone verwandelt. Dies löst erheblichen Unmut bei Anrainern aus (Link).