Börsen reagieren mit gigantischem Kurssprung auf Ankündigung von Allbirds.
2015 von dem neuseeländischen Fussballer Tim Brown und dem New Yorker Unternehmer Joey Zwillinger gegründet, wurde Allbirds rasch durch umweltfreundliche, aus nachhaltig produzierter Wolle geschaffene Schuhe beliebt. Auch Barack Obama liess sich in den bequemen und eleganten Sneakers zu erschwinglichen Preisen sehen. Zwillinger ordnete den Erfolg in die Tradition seiner Familie ein, die auf beiden Seiten als jüdische Immigranten in Südafrika und den USA im Textil- und Modegeschäft Erfahrung gesammelt hatte. Allbirds ging 2021 an die Börse und brachte Investoren zunächst satte Gewinne ein.
Doch in den letzten Jahren brachen Gewinne dank zunehmender Konkurrenz und mangelndem Zulauf bei Niederlassungen ein. Die Firma sah sich zu einem Verkauf gezwungen und fand jüngst für knapp 40 Millionen Dollar einen Abnehmer bei der Holding American Exchange Group, die Beteiligungen an mehr als 30 Marken aus den Bereichen Mode, Schmuck, Schuhe und Körperpflege hält.
Dann kam gestern Mittwoch der Knaller. Allbirds kündigte eine totale Neuausrichtung hin zu einem KI-Unternehmen mit dem Namen «NewBird AI» an. Man werde sich künftig auf «KI-Recheninfrastruktur» konzentrieren und langfristig ein vollständig integriertes Cloud-Computing-Modell anbieten. Zur Finanzierung dieses Wandels habe ein institutioneller Investor 50 Millionen Dollar bereitgestellt.
Analysten rätseln zwar über «die konkrete Expertise des sogenannten `NewBird AI´ in diesem Sektor». Aber die Börse reagierte euphorisch. Der Kurs sprang am Mittwoch um 14,50 Dollar und 582 Prozent auf 16,99 Dollar (Link).