New York City 14. Apr 2026

Solide Werte für Mamdani

Zwischenbilanz nach 100 Tagen im Amt als Bürgermeister.  

Rund die Hälfte der New Yorker ist laut einer neuen Umfrage des als seriös geltenden Marist Institute zu seinem 100. Amtstag mit der Arbeit von Zohran Mamdani als Bürgermeister der City zufrieden. Mehr als 60 Prozent der Stadtbewohner halten den «demokratischen Sozialisten» und jüngsten Bürgermeister der Stadt seit einem Jahrhundert für fleissig und eine gute Führungspersönlichkeit mit einem guten Gespür für die Herausforderungen der fünf Stadtbezirke.

Insgesamt heissen 48 Prozent der New Yorker seine Arbeit gut, während 30 Prozent sie ablehnen. Die Werte liegen deutlich unter entsprechenden seines Vorgängers Eric Adams, der zum gleichen Zeitpunkt seiner Amtszeit vor vier Jahren 61 Prozent erreichte. Marist bezeichnet die Ergebnisse als «guten Anfang … Aber New York City schenkt einem nicht so leicht einen guten Start, … er muss sich erst noch beweisen.»

Gleichzeitig scheint die Stimmung am Hudson doch positiv zu drehen. 56 Prozent der New Yorker sehen eine Entwicklung in die richtige Richtung. Noch im Oktober äusserten lediglich 31 Prozent der Einwohner solchen Optimismus.

Mamdani hat politisch klug agiert, klassische Funktionen seiner Rolle wie die Bewältigung der enormen Schneestürme gut erfüllt, wichtige Regierungsposten weitgehend besetzt und Fortschritte bei wichtigen Wahlversprechen wie der Ausweitung der kostenlosen Kinderbetreuung in der ganzen Stadt auf den Weg gebracht. Doch nun stehen ihm schwierige hitzigen Haushaltsverhandlungen mit dem Gliedstaats-Parlament in Albany und dem Stadtrat bevor, die ihn zu Steuererhöhungen oder unpopulären Haushaltskürzungen zwingen könnten.

Separat von seiner Leistung schaut Mamdanis mit 55 Prozent persönliche Beliebtheit deutlich positiver, wobei Linke und Jüngere ihn besonders positiv sehen. Gleiches gilt für seinen Umgang mit Trump, der sich gerne mit demokratischen Bürgermeistern anderer Metropolen anlegt, mit Mamdani aber gleich zwei freundliche Treffen im Wessen haus abgehalten hat. Dies gefällt rund drei Fünftel der Bevölkerung (Link).

Andreas Mink