ISRAELS WAHLKAMPF 15. Jan 2020

Rechtskoalition ohne Kahanisten

Die Anhänger der Kahanisten sehen sich zusehends Isoliert.

Verteidigungsminister Bennett und ex-Justizministerin Shaked machen gemeinsame Sache, aber ohne Kahanisten.

Am Mittwochabend endet die Frist für israelische Parteien, ihre Listen für die Knessetwahlen vom 2. März abzugeben. Nach einigem spannungsgeladenen Hin und Her gaben kurz vor Torschluss die «Neue Rechte» (Verteidigungsminister Bennett und ex-Justizministerin Ayelet Shaked) und die Nationale Union (Transportminister Smotrich) am Dienstag bekannt, zusammen mit einem Ticket ins Rennen gehen zu wollen. Hingegen schloss Bennett eine Partnerschaft mit der rechts-radikalen Kahanistenpartei Ozmat Yehudit (Jüdische Macht, Itamar Ben Gvir) aus. Diese Partei hatte sich mit dem «Jüdischen Haus» (Rabbi Rafi Peretz) zusammengetan, doch nun dürfte letztere es vorziehen, definitiv mit Bennett und Shaked zusammenzuspannen. In der Folge warf Ozmat Jehudit Bennett und Smotrich vor, den «religiösen Zionismus im Stich» zu lassen.

Jacques Ungar