Gemischte Reaktionen auf den amerikanischen Coup gegen das Maduro-Regime.
Am Sonntag hat Binyamin Netanyahu im Namen seiner Regierung Trump Unterstützung für die Entscheidung ausgesprochen, Samstag früh Venezuela anzugreifen und dessen Diktator Nicolás Maduro festzunehmen. Der Premier lobte Trumps «Entschlossenheit…, um Freiheit und Gerechtigkeit in dieser Region der Welt wiederherzustellen» an der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem: «In Lateinamerika beobachten wir derzeit generell eine Wende, und etliche Länder kehren zur amerikanischen Achse und, wenig überraschend, auch zu den Beziehungen zum Staat Israel zurück. Wir begrüssen dies.» US-Streitkräfte hätten «eine perfekte Operation durchgeführt».
Auch der israelische Präsident Isaac Herzog begrüsste den Schritt und dankte Trump für seine «entscheidende Führung, welche die Welt sicherer macht». Der US-Präsident führe «den entscheidenden globalen Kampf gegen brutale, verbrecherische und destabilisierende Regime und gegen die Gefahren des Drogenhandels an» (https://www.jns.org/netanyahu-salutes-trumps-stand-for-freedom-and-justice-in-venezuela/).
Diametral entgegen gesetzt war die Kritik von Elissa Slotkin. Die Demokratin und Senatorin von Michigan gilt als moderat und verfügt als CIA-Veteranin über Glaubwürdigkeit bei Sicherheitsfragen: Trumps Vorgehen gegen Maduro setze «den charakteristischen Trend seiner Präsidentschaft fort: die unerbittliche Konzentration auf aussenpolitische Verwicklungen und das Zurschaustellen von Stärke im Ausland, um von den Problemen der Amerikaner im Inland abzulenken.»
Anstatt gegen die steigenden Gesundheitskosten, Wohnkosten oder Energiepreise vorzugehen, unternehme Trump «Militäraktionen im Iran, im Irak, in Nigeria, Somalia, Syrien, Jemen, in der Karibik, im Pazifik und nun auch ein langfristiges Engagement in Venezuela.» Dabei sei es «nie darum gegangen, die Drogenkartelle zu bekämpfen. Wäre dies der Fall, hätte Präsident Trump den Drogenboss Juan Orlando Hernández von Honduras nicht begnadigt und würde die mexikanischen Kartelle verfolgen, die das Fentanyl vertreiben, das Hunderttausende Amerikaner das Leben gekostet hat – und nicht Fischerboote voller Kokain».
Letztendlich sei Trump an den venezolanischen Ölfelder interessiert: «Maduro ist ein schlechter Mensch, und die Menschen in Venezuela verdienen Besseres. Doch wir wissen, dass ein Regimewechsel nicht so einfach ist wie die Absetzung eines einzelnen Führers» (https://x.com/SenatorSlotkin/status/2007559117318074563).