Rechte Demonstranten haben in Israel nach Medienberichten eine alternative Gedenkveranstaltung von Israelis und Palästinensern gestört.
Angehörige halten regelmässig am israelischen Soldatengedenktag eine gemeinsame Zeremonie ab.
Dabei gedenken sie der Opfer auf beiden Seiten des Nahost-Konflikts. Der israelische Sender Kan berichtete, bei der Veranstaltung am Montagabend im Süden von Tel Aviv sei es zu Störungen durch Aktivisten gekommen, die sich Zugang verschafft hätten.
Die «Times of Israel» berichtete, an dem Treffen in hebräischer und arabischer Sprache hätten Israelis und Palästinenser teilgenommen, die Angehörige durch das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023, den Gaza-Krieg und Siedlergewalt im besetzten Westjordanland verloren hätten.
Auch im vergangenen Jahr war es zu gewaltsamen Störungen einer solchen Gedenkveranstaltung gekommen. Die Zeitung «Haaretz» berichtete, keiner der rechten Aktivisten sei inzwischen juristisch belangt worden.