Die Absage eines Benefizabends für den israelischen Rettungsdienst Magen David Adom im National Concert Hall in Dublin sorgt international für Empörung. Kritiker sprechen von politischer Einflussnahme und antisemitischer Zensur.
Die National Concert Hall in Dublin hat eine geplante Benefizveranstaltung zugunsten des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom kurzfristig abgesagt. Der Anlass, der für den 11. Mai vorgesehen war, hätte unter anderem eine szenische Lesung mit Berichten von Überlebenden und Ersthelfern des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 umfasst.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der irischen Sektion von Magen David Adom, die Spenden für den nationalen Notfalldienst Israels sammelt. Die Planung war bereits im Februar erfolgt, wurde jedoch mehrfach storniert und wieder aufgenommen, bevor nun endgültig abgesagt wurde.
Das Konzerthaus bestätigte lediglich, dass die Veranstaltung «nicht stattfinden wird», ohne eine detaillierte Begründung zu liefern. Zuvor hatte die Leitung erklärt, man beherberge keine «politischen Veranstaltungen», sprach später jedoch von einem Missverständnis.
Auslöser der Kontroverse waren auch Protestaufrufe pro-palästinensischer Gruppen, die Magen David Adom eine Mitverantwortung am Gaza-Krieg vorwarfen.
Scharfe Kritik kam von Vertretern der Organisation. Alan Shatter, Vorsitzender von MDA Ireland und ehemaliger Justizminister, bezeichnete die Entscheidung als „antisemitische Zensur“. Auch international wurde der Schritt verurteilt.
Magen David Adom ist als israelischer Partner des Internationalen Roten Kreuzes anerkannt und versorgt sowohl jüdische als auch arabische Bevölkerungsteile.