Israel-Iran 21. Jun 2022

Iran will drei «Mossad-Agenten» vor Gericht stellen

Ein Handoutfoto zeigt den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi (links) der den turkmenischen Präsidenten Serdar Berdimuhamedow in Tehran empfängt. 

Spannungen zwischen Erzfeinden Iran und Israel nehmen zu.

Demnächst sollen in Iran drei Personen vor Gericht gestellt werden, die nach iranischer Version mit dem israelischen Mossad-Geheimdienst im Zusammenhang stehen sollen. Das Trio soll bereits im April verhaftet worden sein. Am Montag zitierte die staatlich-iranische Nachrichtenagentur IRNA einen Offiziellen des lokalen Rechtswesens, der dies in diesem Sinne gesagt haben soll. Gleichzeitig sprechen eingeweihte Kreise von einer Zunahme der Spannungen zwischen den Erzfeinden Iran und Israel. «Gemäss Geheimdienstinformationen wollten die Drei  einige von unseren nationalen Nuklear-Wissenschaftern ermorden», sagte der Bezirks-Staatsanwalt  Mehdi Shamsabadi, der keine Angaben machte hinsichtlich der Nationalität der Verhafteten. – Im April hatte IRNA in der südöstlichen Provinz Sistan-Balutschistan die Verhaftung von drei Personen bekanntgegeben, die Spione des israelischen Geheimdienstes gewesen sein sollen. Die Drei sollen mit der Verbreitung geheimer, vertraulicher Informationen und Dokumenten beschäftigt gewesen sein. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Walla News vom Montag Nachmitag hat die iranische Untersuchung eben erst begonnen, und eine Anklage dürfte schon bald gemacht werden. Staatsanwalt Shamsabahdi liess durchblicken, es gebe reichlich Beweise gegen die Verhafteten, die laut Walla zum Teil bereits gestanden haben sollen, im Kontakt mit dem Mossad gestanden zu  haben.

Jacques Ungar