New York City 02. Feb 2026

Anklage wegen Attacke auf Chabad-Hauptquartier

Wartungsarbeiter installierten einen Tag nach der Auto-Attacke auf das Chabad Lubavitch World Headquarter eine neue Tür in Crown Heights, Brooklyn.

Der Täter ist jüdischer Herkunft und hatte vorherigen Kontakt zu der Bewegung.

In der Nacht zum Donnerstag fuhr eine schwarzes Auto mehrfach in die Eingangstüren des Chabad Lubavitch World Headquarters am 770 Eastern Parkway in Crown Heights/Brooklyn, während Hunderte Menschen im Inneren beteten. Der Täter wurde als der 36-jährige Dan Sohail aus Carteret, New Jersey, identifiziert. Sohail wurde am Tatort verhaftet und am Freitag einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Ihm werden Hassverbrechen vorgeworfen, die versuchte Körperverletzung, fahrlässige Gefährdung, Sachbeschädigung und schwere Belästigung umfassen.

Sohail befindet sich gegen eine Kaution von 500.000 Dollar in Untersuchungshaft und hat am Freitag noch kein Plädoyer abgelegt. Dies wird voraussichtlich bei seinem nächsten Gerichtstermin am morgigen Dienstag geschehen. Laut seinem Anwalt ist er jüdisch und hegt angeblich keine Feindseligkeit gegenüber Juden, leidet aber unter psychischen Problemen.

Sohail hatte bereits zuvor Kontakt zu Chabad. Ein von CBS News verifiziertes Video zeigt ihn dort im Januar in dem Gebäude, tanzend und im Gespräch mit Jeschiwa-Schülern. Laut Sohails Anwalt hat er dort an einer Bar Mitzwa teilgenommen. Ermittlungsbehörden haben bekannt gegeben, dass weitere Überwachungsvideos zeigen, wie Sohail Mittwochnacht sein Auto einige Blocks von Zentrum der Bewegung entfernt parkt, zum Gebäude geht, Absperrungen und Schnee entfernt, dann wieder in sein Auto steigt und direkt in die Türen des Gebäudes fährt. 

Bei seiner Festnahme erklärte Sohail indes, sein Fuss sei vom Gaspedal gerutscht und er habe die Kontrolle über das Auto verloren. Zudem soll sich Sohail als obdachlos beschreiben. Er habe aus aus Frustration vor dem Gebäude «Ich bin fertig» gerufen und dazu: «Ich habe Schwierigkeiten. Meine Familie mag mich nicht. Deshalb bin ich hierher gekommen, um mit dem Rabbiner darüber zu sprechen» (Link).

Andreas Mink