Eine neue Analyse der Anti-Defamation League wirft der Plattform Meta vor, antisemitische und extremistische Inhalte auf Instagram unzureichend zu entfernen.
Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht wurden 93 Prozent der gemeldeten Inhalte nicht gelöscht. Die untersuchten Beiträge stammten unter anderem aus Netzwerken von White Supremacists, Unterstützern terroristischer Organisationen sowie Anbietern von NS-Devotionalien.
Die ADL spricht von einem «systemischen Versagen» der Plattform beim Schutz ihrer Nutzer. Insgesamt hatten die Forscher mehr als 250 problematische Inhalte über das reguläre Meldesystem eingereicht – entfernt wurden jedoch nur ein Bruchteil der Accounts und Beiträge.
Hintergrund der Entwicklung sind laut Bericht Lockerungen in der Moderationspolitik des Mutterkonzerns Meta. Diese hätten es extremistischen Akteuren erleichtert, Inhalte zu verbreiten und Plattformfunktionen gezielt zur Reichweitensteigerung zu nutzen.
Die ADL warnt, dass solche Inhalte nicht auf den digitalen Raum beschränkt bleiben: Online verbreiteter Hass könne reale Radikalisierung fördern und extremistische Netzwerke stärken.
Meta weist die Kritik zurück und betont, gegen Hassrede und Terrorpropaganda vorzugehen. Teile der gemeldeten Inhalte seien bereits entfernt worden oder hätten nicht gegen die Plattformregeln verstossen.