Der argentinische Präsident Javier Milei ist in Israel mit der Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet worden. Izchak Herzog verlieh ihm die höchste zivile Auszeichnung bei einer Zeremonie in Jerusalem und würdigte ihn als engen Freund Israels.
Es ist Mileis dritter Besuch in Israel innerhalb von zwei Jahren. Zum 78. Unabhängigkeitstag Israels will Milei während seines Besuchs auch eine Fackel entzünden. Die Feiern orientieren sich am hebräischen Kalender und beginnen in diesem Jahr am Dienstagabend. Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet.
Bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Sonntagabend wurde die Einrichtung einer direkten Flugverbindung zwischen Tel Aviv und Buenos Aires angekündigt. Zudem unterzeichneten beide Seiten mehrere strategische Abkommen. Milei setzt sich für eine Vertiefung der Beziehungen Israels zu weiteren lateinamerikanischen Staaten ein.
Milei bekräftigte ausserdem seine Absicht, die argentinische Botschaft künftig in Jerusalem zu eröffnen. Dieser Schritt ist international umstritten. Israel betrachtet Jerusalem als seine Hauptstadt, während die Palästinenser Ost-Jerusalem für einen künftigen eigenen Staat beanspruchen. Mehrere Staaten haben ihre Botschaften bereits nach Jerusalem verlegt.
Milei stellte sich zudem im Konflikt mit dem Iran klar auf die Seite Israels und der USA und sprach von "Brüdern im Schmerz" angesichts gemeinsamer Erfahrungen mit Terroranschlägen.