Der demokratische Senator aus Georgia galt lange als besonders gefährdet bei den Zwischenwahlen im November.
Umfragen zur US-Senatswahl 2026 in Georgia sind zwar dünn gesät. Eine Erhebung von Anfang März signalisiert jedoch bereits eine Wende. Lange galt der Demokrat Jon Ossoff in dem traditionell konservativen Gliedstaat bei den Zwischenwahlen im November als besonders gefährdet. Doch bei der Umfrage lag er relativ deutlich mit 47 zu 44 und 49 zu 44 Prozent vor republikanischen Herausfordern. Diese tragen in den kommenden Wochen eine interne Entscheidung aus (Link).
Neben Querelen unter Konservativen in dem Südstaat dürfte der nationale Trend Ossoff stärken. Trumps Beliebtheit bricht seit seiner neuerlichen «Militär-Operation» gegen Iran im Verein mit Israel Ende Februar weiter ein und liegt bei rund 35 Prozent. Die Antipathie wird nicht zuletzt durch Wahlspenden deutlich. Hier verfügt Ossoff über einen enormen Vorsprung bei der Spendensammlung gegenüber den Republikanern und hat im ersten Quartal dieses Jahres 14 Millionen Dollar eingenommen. Dr 39-Jährige jüdischer Herkunft verfügt damit über eine «Kriegskasse» von 31 Millionen Dollar.
Die republikanischen Kandidaten Mike Collins und Buddy Carter liegen mit Einnahmen von einer Millionen und 470.000 Dollar im ersten Quartal weit abgeschlagen hinter Ossoff. Vorbei ist das Rennen natürlich noch lange nicht. Denn allein der konservative Senate Leadership Fund in Washington will in Georgia noch über 40 Millionen Dollar gegen Ossoff investieren (Link).