New York 15. Apr 2026

Entlassene Krankenschwester erfolgreich beim Crowdfunding

Jennifer Koonings

Jennifer Koonings hatte Israeli am Times Square als «Babymörder» und «Terroristen» angeschrieen.  

Vor wenigen Tagen hat die als Krankenschwester in der Psychiatrie tätige Jennifer Koonings am Times Square von Manhattan eine Gruppe von Männern aus Israel angesprochen, die sich ihrer Auskunft nach als IDF-Angehörige bezeichnet hätten. Koonings schrie sie daraufhin als «Babymörder» und «Terroristen, die schlimmer als die Nazis» seien an und nahm sich selbst dabei auf. 

Dies wiederum führte zu Medien-Berichten und Kritik pro-israelischer Plattformen, die rasch die Entlassung Koonings nach sich zogen. Doch nun erhält die 38-Jährige Online-Unterstützung. Sie hat binnen weniger Tage mit der Kampagne «Support Jen’s Free Speech» bereits mehr als 32'000 Dollar durch Crowdfunding gesammelt (Link).

Koonings bezeichnet das israelische Militär dabei als IOF (Israelische Besatzungsarmee) und erklärt, sie sei seit dem Vorfall «einer unaufhörlichen Flut von Mord- und Vergewaltigungsdrohungen ausgesetzt». Zudem laufe «eine koordinierte `Doxxing´-Kampagne, bei der ihre persönlichen Daten und ihre Wohnadresse im Internet veröffentlicht werden, sowie eine Initiative, ihr die Zulassung als Pflegefachkraft entziehen zu lassen» gegen sie (Link).

Laut Medienberichten ist Kooning im letzten Sommer in den Iran gereist und trat dort in Staatsmedien auf, wo sie angeblich die Schönheit des Iran gepriesen und die negative Berichterstattung und Propaganda über das Land in den USA kritisiert hat (Link).

Andreas Mink