Die «Lyme Bay» gilt als hochmodern und ist mit Drohnen ausgerüstet.
Wie der britische Premier Keir Starmer der Plattform «The National» bestätigt, verlegt das Vereinigte Königreich die mit Drohnen zur Minenräumung ausgerüstete «Lyme Bay» von Gibraltar nach Duqm an der Südseite von Oman. Der Hafen liegt am Indischen Ozean und ist rund 600 Kilometer von der Strasse von Hormus entfernt. Die «Lyme Bay» wird als «Hightech-Mutterschiff für die autonome Minenkriegführung» beschrieben und könnte binnen zehn Tagen in Oman eintreffen.
Die britische Kriegsmarine will das Schiff jedoch nur einsetzen, wenn die Meerenge keine akute Konfliktzone mehr ist. Dafür scheinen die Zeichen nach neuerlichen Vermittlungsbemühungen Pakistans zwischen Iran und den USA wieder besser zu stehen.
Die «Lyme Bay» verfügt über ein neuartiges, modulares Plug-and-Play-System, worunter miteinander kooperierende Überwasser-Plattformen zu verstehen sind, die ferngesteuert hochentwickelte Sonarsysteme hinter sich herziehen, damit den Meeresboden hochauflösend erfassen, verdächtige Objekte identifizieren und potenzielle Minen anschliessend von kleineren, unbemannten Unterwasserfahrzeugen untersuchen lassen. Werde eine Mine zweifelsfrei identifiziert, platziere ein ebenfalls ferngesteuertes Fahrzeug namens «Defender» Sprengladungen direkt an dem Objekt und zerstöre es so sicher aus der Distanz.
Starmer betont die Hightech-Ausrüstung der «Lyme Bay» und erwähnt zudem, dass Grossbritannien «bereits autonome Minenjagdfähigkeiten in der Region positioniert» habe.
Damit beweisen die Briten laut Experten ein deutlich besseres Verständnis für Herausforderungen der maritimen Kriegsführung gerade in Nahost als die US-Navy, die unter «Kriegsminister» Hegseth im letzten Sommer trotz des damaligen Schlagabtauschs mit Iran sämtliche Minenräumer aus dem Persischen Golf abgezogen habe und ohnehin praktisch kaum für diese brisante Aufgabe gerüstet ist (Link).