New York 15. Feb 2026

Austausch über Immigrationspolitik

Jacob Frey traf sich am Donnerstag in New York City mit Zohran Mamdani.  

NYC-Bürgermeister Zohran Mamdani empfängt Jacob Frey aus Minneapolis

Der jüdische Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, ist am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch beim amtierenden New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani zusammengekommen, um über Herausforderungen für Kommunen im Umgang mit der Bundespolitik zur Einwanderung zu sprechen. 

Frey, der in seiner Stadt national für seinen kritischen Kurs gegenüber der US-Bundespolizei Immigration and Customs Enforcement (ICE) bekannt geworden ist, betonte auf der Social-Media-Plattform X die Bedeutung gemeinsamer kommunaler Strategien: «Wenn die Bundesregierung Einwanderergemeinden ins Visier nimmt, trifft es zuerst die Städte – und es sind die Städte, die eingreifen müssen», schrieb er. 

Der Austausch fand vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen lokalen Behörden und der Trump-Regierung statt, die zuletzt in Minneapolis ein massives ICE-Durchgreifen («Operation Metro Surge») durchgeführt hatte. Kritiker sehen darin eine übermässige und politisch motivierte Bundesinitiative gegen Migranten und ihre Unterstützer.

Mamdani hatte zuvor selbst mit einer Exekutivverordnung reagiert, die New Yorker vor «missbräuchlicher Immigrationsdurchsetzung» schützen soll, und unterstrich erneut den Wert städtischer Autonomie bei der Sicherung der öffentlichen Sicherheit und des Schutzes von Minderheiten. Laut seinem Pressesprecher erörterten die beiden Bürgermeister «gemeinsame Werte in Bezug auf die Sicherheit ihrer Städte und den Einsatz für lebendige Einwanderergemeinschaften». 

Der Besuch Freys gilt zugleich als Signal für eine wachsende Vernetzung progressiver Kommunalpolitiker in den Vereinigten Staaten, die sich gegen strikte bundesstaatliche Einwanderungsmassnahmen positionieren und diese auf lokaler Ebene kritisch begleiten. 

Redaktion