Bern 10. Mär 2026

Antisemitismus in der Deutschschweiz geht leicht zurück

Tatort digitale Plattformen. 

Die Anzahl antisemitischer Vorfälle in der Deutschschweiz ist im Jahr 2025 hoch und geht zugleich zurück. Der Online-Antisemitismus nimmt zu.

Im Internet wurden im Berichtsjahr 2185 Vorfälle erfasst, wie dem am Dienstag veröffentlichten Antisemitismusbericht des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) und der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) zu entnehmen ist. Im Jahr zuvor waren es rund 1600. Das entspricht einer Zunahme um 37 Prozent. 
In der analogen Welt seien die Vorfälle verglichen mit dem Vorjahr um rund ein Fünftel auf 177 zurückgegangen. Gemeldet wurden fünf Tätlichkeiten, 42 Beschimpfungen, 80 antisemitische Aussagen und 28 Schmierereien.
Eine Rückkehr zum Niveau vor dem 7. Oktober 2023 sei nicht erkennbar, heisst es weiter. Zum Vergleich: Im Berichtsjahr 2022 registrierte der SIG - exklusive online - 57 antisemitische Vorfälle. Der Krieg im Nahen Osten sei übergreifend der wichtigste Auslöser geblieben, online bei rund einem Viertel der Inhalte, in der realen Welt bei mehr als einem Drittel. Im Podcast ordnet SIG-Friedländer die Resultate ein.
Der Bericht über die antisemitischen Vorfälle in der Romandie soll in einigen Wochen von der Westschweizer Organisation vorgelegt werden.  
 

Redaktion