Cass Elliot 27. Feb 2026

Vermächtnis

Ein neuer Film über die jüdische Musiklegende Cass Elliot ist in Arbeit. Der Film «My Mama Cass» widmet sich dem Leben der Sängerin der Band «The Mamas and the Papas», einer prägenden Musikgruppe der 1960er Jahre, und soll von der britischen Schauspielerin Jessica Gunning getragen werden. Produziert wird das Projekt vom Team hinter dem Bob-Dylan-Film «Like A Complete Unknown», ein Regisseur steht noch nicht fest. Cass Elliot, geboren als Ellen Naomi Cohen in Baltimore, wurde mit Hits wie «Dream a Little Dream of Me» und «Make Your Own Kind of Music» zu einer der markantesten Stimmen der 1960er Jahre. Ihre jüdischen Wurzeln prägten sie früh, ebenso ihr Wunsch, auf der Bühne zu stehen. Noch als Jugendliche brach sie die Schule ab, um im Musical «The Music Man» aufzutreten, bevor sie in der Folk-Szene Fuss fasste und schliesslich Teil von «The Mamas and the Papas» wurde. Das Drehbuch stammt von der jüdischen Autorin Emma Forrest und basiert lose auf den Erinnerungen von Elliots Tochter Owen Elliot-Kugell. Der Film will auch mit einem hartnäckigen Mythos aufräumen: Elliot starb 1974 im Alter von 32 Jahren an einem Herzinfarkt, nicht, wie lange behauptet, an einem verschluckten Sandwich. Mit Humor, Präsenz und einer unverwechselbaren Stimme wurde Cass Elliot zu einer Ikone ihrer Generation. Das Biopic verspricht, ihr Vermächtnis neu zu würdigen, als Sängerin und starke jüdische Frau.

Emily Langloh