Israel hat angesichts eines deutlichen Rückgangs iranischer Raketenangriffe erste Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert. Wie das Heimatschutzkommando der Armee mitteilte, gilt seit Donnerstagmittag statt «essentieller Aktivität» nun wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb im Land. Demnach dürfen Arbeitsplätze wieder öffnen, sofern Schutzräume erreichbar sind. Auch Versammlungen von bis zu 50 Personen sind wieder erlaubt. Schulen bleiben jedoch weiterhin geschlossen, Strände sind vorerst nicht zugänglich. Hintergrund ist ein spürbarer Rückgang der iranischen Angriffe: Ein US-General erklärte, die Abschussrate iranischer Raketen gegen Israel und andere Ziele sei seit Beginn des Kriegs um 86 Prozent gesunken. Die Beschränkungen waren zu Kriegsbeginn verhängt worden und hatten grosse Teile der Wirtschaft lahmgelegt. Das Finanzministerium warnte zuletzt, die Massnahmen könnten die israelische Wirtschaft wöchentlich um rund 2,6 Milliarden Franken belasten. Parallel dazu sollen erste Rückholflüge für im Ausland gestrandete Israelis wieder anlaufen. Schätzungen zufolge konnten seit Ausbruch der Kämpfe rund 100 000 Israelis nicht nach Hause zurückkehren. Seit Kriegsbeginn hat Iran Hunderte Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert; mindestens elf Menschen wurden getötet und Hunderte verletzt.
jerusalem
06. Mär 2026
Israel lockert Beschränkungen
Redaktion