JERUSALEM 15. Mär 2019

Einsteins fehlende Seite

Hunderte von Seiten von Albert Einsteins handschriftlichen Notizen sowie andere Dokumente und Fotos hat das Einstein-Archiv der Hebrew University in Jerusalem erworben. Die Abbildung rechts zeigt ein handschriftliches Dokument von Albert Einstein von 1930 zur Vereinheitlichten Theorie. Dieser neue Korpus an Einstein-Dokumenten wurde von der Universität dank einer Spende der Crown-Goodman-Stiftung erworben, die die Sammlung für eine nicht genannte Summe von Gary Berger, einem Arzt aus Nordkarolina, kaufte. Nach Einsteins Tod im Jahr 1955 wurde der grösste Teil seiner über 80 000 wissenschaftlichen und persönlichen Dokumente der Hebrew University überlassen. Die neu erworbene Sammlung datiert hauptsächlich von 1944 bis 1948. Die Hebrew University ist die älteste und zugleich bedeutendste Universität Israels mit weltweitem Ruf. Die ersten Verwaltungsratsposten der Universität wurden unter anderem von Albert Einstein, Sigmund Freud, Martin Buber, Chaim Bialik und Chaim Weizmann bekleidet. Einstein, ein grosser Unterstützer des jüdischen Staates, erhielt 1952 nach dem Tod Chaim Weizmanns das Angebot, der zweite Staatspräsident des neu gegründeten Staates Israel zu werden. Einstein jedoch lehnte das Angebot ab und deutete an, dass er sich dieser Ehre nicht würdig fühlte.

Nicole Dreyfus