TEHERAN 09. Mär 2026

Erneut Verletzte durch iranische Raketen

Eine der Einschlagstellen in Bnei Brak. 

Sieben Verletzte, Militär prüft Einsatz von Streubomben.

Bei einer erneuten Raketenoffensive  aus dem Iran sind am Dienstag mehrere Raketen und Munitionsfragmente in Zentralisrael eingeschlagen. Rettungskräfte meldeten sieben Verletzte, darunter ein Mensch mit mittelschweren Verletzungen; sechs weitere erlitten leichte Verletzungen durch Glassplitter und Explosionseinwirkungen. 
Die israelischen Sicherheitsbehörden untersuchen Hinweise, dass zumindest ein Teil der iranischen Raketen einen Streubomben-ähnlichen Gefechtskopf getragen haben könnte. Das würde den mutmaßlichen Einsatz umstrittener Cluster-Munitionssysteme gegen bewohnte Gebiete Israels zum ersten Mal in diesem Konflikt markieren, sagen Militärkreise.  Die Verletzten wurden von Sanitätern des Rettungsdiensts Magen David Adom an mehreren Einschlagsstellen in Zentralisrael versorgt. In allen Fällen handelt es sich um Zivilpersonen, die durch umherfliegende Splitter und Druckwellenwunden betroffen sind. 
Die Angriffe reihten sich ein in eine weitere Eskalationsstufe der seit Tagen andauernden Gewalt zwischen Israel und dem Iran, nachdem Teheran mehrfach Raketen und Marschflugkörper abgefeuert hatte. In den vergangenen Tagen gab es auch Treffer und Verletzte in Jerusalem und dem Großraum Tel Aviv, teils durch direkte Einschläge, teils durch Trümmer und Splitter. (Palestine Chronicle)
Die Regierung in Jerusalem wertet diese Vorfälle als Teil eines anhaltenden Vergeltungsfeldzugs des Iran nach den jüngsten Luftschlägen israelischer und US-Streitkräfte auf iranische Ziele. Die genauen militärischen und politischen Konsequenzen des möglichen Einsatzes von Streumunition sind noch unklar, dürften aber internationale Kritik und rechtliche Debatten befeuern.

Redaktion