Israelische Spezialeinheiten haben laut Medienberichten während des Kriegs gegen Iran eine geheime Militärbasis in der irakischen Wüste aufgebaut und verteidigt.
Der Aussenposten habe der logistischen Unterstützung israelischer Luftangriffe auf Iran gedient und sollte zudem Rettungseinsätze ermöglichen, falls israelische Piloten über iranischem Gebiet abgeschossen würden.
Wie der «Wall Street Journal» zufolge berichtet wird, sei die Basis bereits vor Beginn des Kriegs eingerichtet worden. Die US-Regierung sei über die Operation informiert gewesen. Schäfer hätten ungewöhnliche Aktivitäten in der Wüste bemerkt und die irakischen Behörden alarmiert. Als irakische Soldaten dem Hinweis nachgingen, seien sie laut Bericht durch israelische Luftangriffe auf Distanz gehalten worden. Dabei sei ein irakischer Soldat getötet und zwei weitere verletzt worden.
Die israelische Armee wollte die Berichte nicht kommentieren. Die irakische Regierung hatte einen damaligen Luftangriff öffentlich kritisiert und sich an die Vereinten Nationen gewandt, ohne offiziell zu wissen, wer dafür verantwortlich war. Eine Stellungnahme zu den neuen Enthüllungen lag zunächst nicht vor.
Brisant ist der Bericht auch wegen der engen Beziehungen zwischen den USA und Irak. Washington unterhält weiterhin militärischen Einfluss im Land, während zugleich proiranische Milizen im Irak wiederholt US-Einrichtungen angegriffen haben. Beobachter sehen in der mutmasslichen israelischen Präsenz im Irak eine weitere Eskalation des regionalen Schattenkriegs zwischen Israel und Iran.