Nach einer kurzen Phase relativer Ruhe sehen sich Landwirte im Norden Israels erneut unter Beschuss durch die libanesische Hisbollah. Viele Bewohner kehrten nach dem Waffenstillstand im November 2024 in ihre Dörfer zurück, reparierten beschädigte Häuser und nahmen die Arbeit wieder auf – bevor die jüngste Eskalation sie erneut traf. Auslöser ist die neue militärische Konfrontation im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran: Die Hisbollah griff vergangene Woche ein und feuerte in einer einzigen Nacht rund 200 Raketen und Drohnen auf Nordisrael ab. Hunderttausende Menschen mussten in Schutzräume fliehen. Besonders betroffen sind landwirtschaftlich geprägte Grenzgemeinden. Bauern berichten von zerstörten Feldern, unbestellten Plantagen und anhaltender Unsicherheit, die eine langfristige Perspektive unmöglich mache. Viele hätten nach der Rückkehr erneut evakuieren müssen oder erwägen nun endgültig, ihre Höfe aufzugeben. Die erneuten Angriffe verdeutlichen die fragile Lage entlang der Nordgrenze. Während das Militär verstärkte Präsenz zeigt, bleibt für viele Bewohner unklar, ob ein Leben in der Region künftig noch möglich ist.
Nordisrael
13. Mär 2026
Bauern verlieren die Perspektive
Redaktion