Prinz Harry 24. Apr 2026

Mitgefühl

Prinz Harry hat während seines Australienbesuchs vor allem mit einem Termin Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Gemeinsam mit seiner Frau Meghan besuchte er in Sydney Überlebende des Anschlags auf eine Chanukkafeier am Bondi Beach, ein Ereignis, das weit über Australien hinaus für Bestürzung gesorgt hatte. Bei der Attacke im Dezember 2025 wurden 15 Menschen getötet und rund 40 weitere verletzt. Im Bondi Surf Bathers’ Life Saving Club sprachen die beiden mit Betroffenen und Helfern. Zeitweise rang Meghan mit den Tränen, als Jessica Chapnik Kahn schilderte, wie sie während der Schüsse ihre Tochter Shemi schützte, die knapp ein Jahr älter ist als die Tochter des Paars. Auch Elon Zizer, der bei dem Angriff sechsmal angeschossen wurde, berichtete von den dramatischen Momenten. Freiwillige Rettungsschwimmer, die während des Angriffs Menschen in Sicherheit brachten, waren ebenfalls anwesend, ebenso wie Vertreter des Sydney Jewish Museum, das derzeit eine Ausstellung zu den Ereignissen vorbereitet. Harry hielt sich dabei im Hintergrund, stellte Fragen und hörte zu. Der Termin wirkte bewusst schlicht gehalten, ohne grosses Protokoll, gerade das verlieh ihm Gewicht, auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über Antisemitismus in Australien nach dem Angriff. Der Besuch war Teil einer mehrtägigen Reise, die das Paar unter anderem nach Canberra und Melbourne führte. In Sydney trafen sie zudem Veteranen im Rahmen von Invictus Australia, nahmen an einem Segelanlass teil und besuchten ein Rugbyspiel. Für Harry war es eine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Bereits 2018 hatte er Australien im Rahmen seiner damaligen royalen Reise besucht.

Emily Langloh