new york 27. Feb 2026

Im Schneesturm gestrandet

Hunderte jüdische Jugendliche sitzen derzeit in New York fest, nachdem ein schwerer Wintersturm einen internationalen Jugendgipfel der Chabad-Lubavitch-Bewegung abrupt unterbrochen hat. Rund 1500 Teilnehmende können vorerst nicht abreisen. Während sie auf ihre Weiterreise warten, organisiert das Chabad Teen Network ein erweitertes Programm mit zusätzlichen Aktivitäten und Workshops, um die Zeit vor Ort sinnvoll zu nutzen und die Gemeinschaft zu stärken. Kurz vor dem Schneesturm hatten sich am Samstagabend etwa 4500 junge Jüdinnen und Juden am Times Square versammelt. Gemeinsam mit drei ehemaligen israelischen Geiseln rezitierten sie das «Schma Israel». Segev Kalfon erklärte, er habe während seiner zweijährigen Gefangenschaft bei der Hamas davon geträumt, dieses Gebet einmal öffentlich auf einer Bühne zu singen. Auch Jugendliche aus Australien traten auf, darunter Teilnehmende aus der Gemeinde Bondi Beach, die im Dezember Ziel eines tödlichen Angriffs während einer Chanukkaveranstaltung gewesen war. Piva Schlanger, die 17-jährige Tochter des ermordeten Rabbiner Eli Schlanger, sagte vor der Menge: «Wir werden weiterhin jüdisch sein – laut und mit Stolz.» Der Gipfel brachte Jugendliche aus 60 Ländern nach New York. Auf dem Programm standen auch Besuche religiöser Stätten sowie Begegnungen mit jüdischen Persönlichkeiten.

Emily Langloh