Am 8. März ist im Gürzenich in Köln die Buber-Rosenzweig-Medaille an Christian Rutishauser verliehen worden. Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit würdigt damit das jahrzehntelange Engagement des Jesuiten und Professors für Judaistik im christlich-jüdischen Dialog, seine wissenschaftliche Arbeit sowie sein klares Eintreten gegen Antisemitismus und für gesellschaftliche Verantwortung. Rutishauser ist Professor für Judaistik an der Universität Luzern und zählt zu den prägenden Stimmen im internationalen jüdisch-christlichen Gespräch. In Forschung, Lehre und öffentlichen Debatten setzt er sich seit vielen Jahren für ein vertieftes Verständnis zwischen den Religionen ein. Die Preisverleihung bildete zugleich den Auftakt zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787, das unter dem Leitwort «Schulter an Schulter miteinander» steht. Rund 600 Gäste aus Politik, Kirchen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit nahmen an der Veranstaltung teil. Unter ihnen war auch der 89-jährige Holocaust-Überlebende und Zeitzeuge Roman Markowytsch Shvartsman. Die Laudatio hielt der Theologe und Historiker Christoph Markschies. Ein Grusswort sprach Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst. Kölns Oberbürgermeister Thorsten Burmester lud gemeinsam mit dem Koordinierungsrat zum Rahmenprogramm ein. Durch den Abend führte die Journalistin Gundula Gause.
Köln
13. Mär 2026
Ehrung für Dialog
Emily Langloh