Kanada 14. Aug 2019

Zeitung entschuldigt sich für antisemitische Karikatur

Das «Edmonton Journal» wurde für eine Karikatur kritisiert.

Das «Edmonton Journal» im Brennpunkt der Kritik.

Nachdem die jüdische Leserschaft des «Edmonton Journal» erregt auf die Publizierung einer ihrer Meinung nach antisemitischen Karikatur in den Spalten der Zeitung reagierten, hat die kanadische Zeitung sich entschuldigt. Die Illustration zeigt einen «Datahacker», wie er mit einem Laptop in einer Brieftasche sitzt. Der Hacker hatte einen schwarzen Bart und eine grosse Nase, die an antisemitische Karikaturen von Juden erinnern. «Wir sind empört über Mr. Mayes‘ Karikatur, und über Ihre stillschweigende Zustimmung, sie zu publizieren, oder wir sind erstaunt über Ihre gewollte Blindheit, falls Sie den Schaden nicht gesehen haben sollten, die diese Karikatur verursachen sollte», schrieb Steven Shafir, Präsident der Jewish Federation of Edmonton laut «Canadian Jewish News» an die Redaktion des Blattes. Laut Honest Reporting Canada, einer pro-israelischen Gruppe, habe Mayes den Ruf, anti-israelischer Karikaturen zu publizieren. Dazu gehörte auch eine, die Hände mit den Aufschriften «Israel» und «Hamas» zeigt, wie sie Palästinenser in einen Fleischwolf drängen. In seiner Entschuldigung meinte das Blatt in Edmonton, die angebliche Ähnlichkeit mit antisemitischen Publikationen, wie sie in gewisser anti-jüdischer Propaganda anzutreffen sei, sei völlig unbeabsichtigt gewesen. Das Edmonton Journal entschuldigte sich für die Publikation und versprach, künftig das Prozedere für die Verhinderung der Publikation gewisser redaktioneller Inhalte neu zu überprüfen.

Redaktion