Kooperation staatlicher Institutionen im Erinnerungsort Hotel Silber.
Ab heute Donnerstag zeigt das «Hotel Silber» (das ehemaligen Gestapo-Hauptquartier) in Stuttgart bis zum 14. Februar 2027 die Ausstellung «Rechtsextremer Terror» und greift damit Fälle in Geschichte und Gegenwart von der Ermordung des demokratischen Politikers Matthias Erzberger 1921 über die rechtsradikale Gewalt der 1990er-Jahre bis zu aktuellen Putschplänen von Kreisen sogenannter Reichsbürger auf.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg (HdGBW) mit der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus im Generallandesarchiv Karlsruhe (DokRex).
HdGBW-Direktorin Cornelia Hecht-Zeiler betont, dass rechtsextremer Terror und die Absichten dahinter nicht immer breit wahrgenommen und deshalb oft unterschätzt werden. Deshalb sei das aufwendige Projekt nicht auf die Darstellung historischer Fälle beschränkt. Die Veranstalter wollen vielmehr «gemeinsam mit einem beachtlichen Netzwerk an Einrichtungen und Initiativen alle Besucherinnen und Besucher einladen, Haltung zu zeigen.»
Neben den Terrorakten selbst thematisiert die Ausstellung die Perspektiven der Betroffenen, gesellschaftliche Reaktionen und die juristische Aufarbeitung von der Weimarer Zeit bis in die Gegenwart. Denn die «Geschichte der deutschen Demokratien ist auch eine Geschichte der Gewalt gegen sie. Bereits in der Weimarer Republik versuchten Rechtsextreme mit Terror, die Demokratie zu zerstören. Es gelang ihnen, und der Weg führte in die nationalsozialistische Diktatur.»
Weitere Informationen zum Programm und zur Ausstellung: Link