USA 19. Mär 2026

Jüdische Gemeinden verstärken Sicherheit

Sicherheitspersonal vor einer Synagoge in Los Angeles. 

Mangel an bundesstaatlichen Hilfen wird durch Privatinitiative ersetzt – teilweise.  

Der Terror-Anschlag eines gebürtigen Libanesen mit einem Truck auf die Synagoge Temple Israel in einem Vorort von Detroit in der vergangenen Woche hat die Sorge jüdischer Gemeinden um ihre Sicherheit weiter forciert. Bei dem Anschlag konnten Sicherheitskräfte das Schlimmste vermeiden. Aber wie eine Übersicht der JTA zeigt, fehlen den meisten Gemeinschaften die Mittel von Temple Israel als grösster Reform-Synagoge landesweit.

Das Stiftung Secure Community Network unterstützt Gemeinden bei Sicherheitsfragen und bezeichnet die aktuelle als «gravierendste und komplexeste Bedrohungslage» der jüngeren Geschichte.

In New York City hat der Dachverband UJA-Federation ein neues Sicherheits-Programm aufgegleist, das kleineren Gemeinden bei der Finanzierung von professionellen Wachleuten hilft. Gelder dafür kommen auch von privaten Spenden. Gleichzeitig schlägt die partielle Haushalts-Sperre in Washington bei Budgets für die innere Sicherheit auf die Lage jüdischer Einrichtungen durch. Mittel aus Washington bleiben aus, weil Demokraten und Republikaner über das Budget und das Agieren der Immigrations-Polizei ICE streiten. 

Um die erhöhten Risiken für jüdische Einrichtungen zu minimieren, will die modern-orthodoxe Synagoge The Altneu an der Upper East Side den kommenden Schabbat-Gottesdienst auf Mitglieder beschränken. Gleichzeitig signalisiert der neue Bürgermeister Unterstützung. Die bei Zohran Mamdani für das Büro zur Bekämpfung von Antisemitismus zuständige Phylisa Wisdom verspricht: «Die Verwaltung unter Bürgermeister Mamdani wird jeden notwendigen Schritt unternehmen, um sicherzustellen, dass Synagogen – sowie alle religiösen Einrichtungen und Gotteshäuser – sicher, geschützt und frei von Angst sind». Die New Yorker Polizei hat schon vor dem Anschlag in Michigan die Präsenz rund um bedeutende jüdische religiöse und kulturelle Einrichtungen verstärkt (Link).
 

Andreas Mink