Diverse Medien berichten über anlaufende oder bereits aktive Operationen regime-feindlicher Kurden-Kämpfer im Nordwesten Irans.
Die «Jerusalem Post», die «New York Times», «The Atlantic» (Link) und weitere Medien (Link) stimmen darüber ein, dass die CIA Kurden-Gruppen aus dem Iran, die im Irak Zuflucht gefunden hatten, bereits seit einiger Zeit mit leichten Waffen ausrüstet. Konfusion herrscht indes über die Aktivitäten dieser Gruppen. Einige Meldungen sprechen über bereits angelaufene Operationen dieser Kämpfer auf iranischem Territorium. Die Times berichtet indes über auf Hochtouren laufende Vorbereitungen dafür.
Insgesamt könnten die Kurden angeblich Tausende Kämpfer mobilisieren. Gleichzeitig mobilisiert die Islamische Republik Streitkräfte in der nordwestlichen, gebirgigen Kurden-Region und greift dort Ziele mit Drohnen an. Angeblich soll das Regime die rund 200'000 Bewohner der Stadt Marwan zur Evakuierung aufgefordert haben (Link).
Jedenfalls soll die CIA kurdische Separatisten bereits seit längerer Zeit ausrüsten. Diese würden alleine einen schweren Stand gegen iranische Truppen oder Revolutionsgarden haben. Aber mit Angriffen könnten sie Regime-Kräfte aus der Deckung locken und damit Luftangriffen der USA und Israels aussetzen. Gleichzeitig könnte damit ein Bürgerkrieg ausgelöst werden. Andere Beobachter rechnen jedoch eher mit einem Schulterschluss der übrigen Bevölkerung gegen kurdische Separatisten, deren Rückhalt unter den sechs bis neun Millionen Kurden im Iran zudem ungewiss ist.
Gleichzeitig übt Iran Druck auf Baghdad und die Regierung der kurdischen Provinzen im Norden Iraks aus, um kurdische Kämpfer am Grenzübertritt zu hindern. Trump hat jedoch – wie hier vermeldet – bereits am Wochenende mit führenden irakisch-kurdischen Politikern telefoniert, um diese zur Unterstützung iranisch-kurdischer Separatisten zu bewegen (Link).