USA – Politik 26. Mai 2026

Weiter sinkende Beliebtheits-Werte für Trump

Donald Trump wird im eigenen Land immer unbeliebter. 

Mai-Umfrage der Quinnipiac University.  

Drei Monat nach dem amerikanisch-israelischen Angriff ist in der aktuellen Monatsumfrage der Quinnipiac University die Zustimmung für Trumps Umgang mit der Wirtschaft auf einen Tiefstand von einem Drittel des Wahlvolks gefallen. 64 Prozent geben dem Präsidenten schlechte Noten und damit den niedrigsten Zustimmungswert in beiden Amtszeiten. Selbst bei Republikanern ist die Zustimmung im Mai auf 73 Prozent gefallen – dies gegenüber noch 88 Prozent Mitte April. 

Die angesehene Institution führt diesen dramatischen Einbruch auf die in Folge des Krieges deutlich gestiegenen Energiepreise zurück. 70 Prozent der Unabhängigen lehnen Trumps Umgang mit der Wirtschaft ab, während 27 Prozent ihn billigen. Auch hier ist gegenüber dem April ein Einbruch um elf Prozent erkennbar. Dabei war die Wirtschaft traditionell das stärkste Thema Trumps beim Wahlvolk insgesamt. 

Auch bei wichtigen Themen wie Immigration, Handel, Aussenpolitik und dem Iran-Krieg sind Trumps Werte weiter gesunken und zwar auf 57 Prozent; 59 Prozent, 60 Prozent und 61 Prozent Ablehnung.

Insgesamt unterstützen nurmehr 34 Prozent des Wahlvolks die allgemeine Amtsführung Trumps als Präsident.

Als dringendste Probleme des Landes wurden die Wirtschaft (31 Prozent), gefolgt von der Bewahrung der Demokratie in den USA angegeben (26 Prozent). Kein anderes Thema erreichte einen zweistelligen Prozentwert.

Bemerkenswert ist zudem, dass Demokraten bei Kongresswahlen nun zwar 50 zu 39 Prozent vor den Republikanern liegen. Aber die Befragten sind auch mit den Linksliberalen mehrheitlich unzufrieden. Hier wird jedoch eine Zwickmühle erkennbar: die überwältigende Mehrheit der demokratischen Basis wünscht einen Konfrontationskurs ihrer Politiker gegen Trump; eine starke Minderheit des Stimmvolks insgesamt jedoch mehr Kooperation (Link).
 

Andreas Mink