Iran-Krieg 15. Jul 2026

Trump gab OK für Saudi-Attacken gegen Huthis

Rauch steigt auf, nachdem am Montag ein Luftangriff den internationalen Flughafen von Sanaa getroffen hat.  

Eskalation der Spannungen am Roten Meer.

 Auf Informationen aus Regierungskreisen gestützt, bringt «Axios» Hintergründe zu den saudischen Luftangriffen auf den Flughafen von Sanaa am Montag ans Licht. Demnach Trump dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) bereits am Freitag in einem Telefonat seine Unterstützung für die Aktion gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen zugesichert.

Der saudische Angriff und die darauffolgenden Raketenangriffe der Huthis als Vergeltungsmassnahme gefährden den 2022 zwischen den Parteien geschlossenen Waffenstillstand und könnten eine weitere Eskalation des erneut aufgeflammten Krieges zeitigen.

Der neuerliche Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthis begann vor zehn Tagen mit der Landung einer Passagiermaschine der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air in der von den Huthis kontrollierten Stadt Sanaa. Mahan Air wird angeblich von den Revolutionsgarden kontrolliert. An Bord befand sich eine Delegation führender Huthis, die zu der Beisetzung des ehemaligen Geistlichen Führers Ali Khamenei reisten. Dies war laut dem Bericht ungewöhnlich, da der Flugverkehr vom Iran nach Sanaa zuvor über ein Jahrzehnt lang ruhte. Saudi-Arabien hatte diese Flüge unterbunden, um den möglichen Transport von Waffen oder iranischen Militärberatern zu den Huthis zu unterbinden

Als die Maschine am Montag mit der Huthi-Delegation an Bord vom Iran zurückkehrte, bombardierte das saudische Militär den Flughafen von Sanaa. Die Maschine musste ausweichen und in Al-Hudaida an der Küste des Roten Meeres landen. Amerikanische Offizielle behaupten, das Flugzeug habe Waffen, Raketenteile und Militärexperten für die Huthi-Rebellen transportiert. Daraufhin feuerten die Huthis ballistische Raketen und Drohnen auf den Flughafen von Abha im Südwesten Saudi-Arabiens ab (Link).

Am Dienstag legte ein Huthi-Sprecher mit der Androhung einer «Belagerung» Saudi-Arabiens nach (Link).

Andreas Mink