70 Milliardäre spenden knapp 300 Millionen Dollar gegen Initiative.
Laut einer Analyse von «Politico» haben die Zielscheiben der in Kalifornien durch ein Volksbegehren betriebenen «Milliardärs-Steuer» Rekordsummen für deren Bekämpfung ausgegeben, nämlich insgesamt mindestens 293 Millionen Dollar. Die Mittel stammen von mehr als 70 aktuell oder vormals in Kalifornien ansässigen Milliardären. Titel der heute Dienstag mit den Wahlen zur Entscheidung stehenden, von Gewerkschaften und linken Aktivisten getragenen Initiative ist «Proposition 40». Diese würde eine einmalige Sondersteuer von fünf Prozent auf grosse Vermögen erheben und soll geschätzt bis zu 40 Milliarden Dollar für das öffentliche Gesundheitswesen einbringen.
«Proposition 40» hat laut Umfragen nur geringe Erfolgschancen und wird von führenden Demokraten wie Gouverneur Gavin Newsom abgelehnt. Gegner kommen primär aus der Technologie- und Cryptobranche und haben dafür «eine beispiellose, politische Zusammenarbeit aufgenommen». Diese könnte die Politik des Gliedstaates längerfristig beeinflussen. Anhin waren Tech-Konzerne und Gründer-Kapitalisten kaum zu einer engeren Kooperation bereit.
Grösster Geldgeber ist der Google-Mitbegründer Sergey Brin mit 102 Millionen Dollar. Mit Abstand folgen der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt, der Risikokapitalgeber John Doerr, Stripe-CEO Patrick Collison sowie der Krypto-Unternehmer Chris Larsen. Brin ist seit Wochen Ziel harscher Attacken von Bernie Sanders. Der Senator rechnet auf X vor, dass Brin aufgrund effektiver Steueranwälte nur minimale Abgaben an den Fiskus leistet (Link).