Basel 04. Dez 2018

Vandalismus an Chabad-Center

An der Synagoge von Chabad Lubawitsch Basel wurde versucht, eine Scheibe einzuschlagen.  

Am vergangenen Schabbat machten die Besucher der Synagoge von Chabad Lubawitsch an der Ahornstrasse morgens eine beunruhigende Entdeckung: Am Fenster des Gebäudes war deutlich zu erkennen, dass jemand versucht hatte, die Scheibe einzuschlagen. «Es sieht aus wie ein Hammerschlag», so Chabad-Rabbiner Zalmen Wishedski. Die extra dicke Scheibe habe nicht nachgegeben, die Spuren des versuchten Vandalismus sind aber deutlich sichtbar. Wishedski informierte die Polizei telefonisch über den Vorfall und erstattete anschliessend Anzeige wegen Sachbeschädigung. Er ist beunruhigt, hofft aber, dass es sich um einen Vandalen-Akt ohne antisemitischen Hintergrund handelt. In diesem Herbst hatte es bereits Attacken gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei in Basel gegeben, der Täter wurde bereits ermittelt. Er soll nicht aus rassistischen Motiven gehandelt haben, wie die Staatsanwaltschaft festhielt. Rabbiner Wishedski gibt der Vorfall vom vergangenen Samstag zu denken, er wird aber die geplante öffentliche Chanukka-Feier, die heute Dienstag auf dem Marktplatz stattfindet, dennoch durchführen. Ab 18.30 Uhr vor dem Basler Rathaus wird dort die grosse Menora entzündet - und Rabbiner Zalmen Wishedski freut sich über alle Teilnehmenden, die gerade nach der Attacke ihre Solidarität gegenüber Chabad und der jüdischen Gemeinschaft Basels bekunden.

 

Valerie Wendenburg