Iran-Krieg 03. Mär 2026

Unruhe bei Trump-Gefolgschaft wächst

Tucker Carlson soll sich gegen den Krieg ausgesprochen haben. 

Tucker Carlson soll Trump wiederholt von einem neuen Waffengang abgeraten haben; Netanyahus Einfluss angeblich stärker.  

Während demokratische Kongressmitglieder von erklärten Anhängern Israels wie dem Senator Fetterman aus Pennsylvania abgesehen überwiegend Sturm gegen die neuen Attacken auf Iran laufen, steht zumindest das konservative Establishment weitgehend hinter Trump. Doch Linksliberale finden unerwartete Verbündete wie Majorie Taylor Greene und vor allem den populären Medienmatador Tucker Carlson. 

Der bezeichnet die gemeinsamen Operationen mit Israel als «absolut widerlich und böse». Taylor Greene schrieb auf X, die Angriffe widerspräche sämtlichen Versprechen ihrer Partei: «Trump, Vance, Tulsi und wir alle haben im Wahlkampf versprochen, keine Kriege mehr im Ausland zu führen und Regimewechsel zu verhindern». Dieser Krieg werde «weder die Inflation senken noch die Lebenshaltungskosten bezahlbar machen». In einem anderen Beitrag bezeichnete sie die Regierung als «Haufen kranker, verdammter Lügner. Wir haben für `America First´ und NULL Kriege gestimmt.»

Der Hitler-Fan Nick Fuentes erinnert derweil auf seiner Plattform an eine Vorhersage im Wahlkampf: «Ich sagte: `Eine Stimme für Trump ist eine Stimme für einen Krieg im Iran.`» Im Kongress kam konservative Kritik einmal mehr von dem Abgeordneten Thomas Massie, der die Angriffe als «vom Kongress nicht autorisierte Kriegshandlungen» verurteilt. 

Carlson erklärte am Montag auf ABC News, Trump würde mit seinem neuen Krieg die Wählerbasis seiner Partei im Vorfeld der Zwischenwahlen verprellen: «Das wird die Karten grundlegend neu mischen» (Link)».

Bemerkenswert ist zudem, dass Carlson laut Recherchen der «New York Times» persönlich über Wochen bei Trump gegen neue Attacken auf Iran interveniert hat: Dies werde seine MAGA-Bewegung spalten, Chaos in Nahost säen und amerikanische Leben kosten. Laut dem Bericht gab Trump jedoch dem beharrlichen Drängen von Binyamin Netanyahu auf neue Attacken nach. Er soll dabei Mut aus seinem spektakulären und glatt verlaufenen Kommando-Unternehmen in Venezuela zur Entführung von Nicolas Maduro Mut geschöpft haben. Was Trump letztlich mit dem Krieg gegen Iran bezweckt, bleibt indes rätselhaft (Link).

Andreas Mink