USA – Sport 19. Aug 2026

Übernahme der Lakers durch Bob Iger und Joshua Kushner gefährdet

Wende in dem teuersten Deal für ein Basketball-Team; Kontroverse in der Eigner-Familie Buss?  

Laut dem Wirtschaftssender CNBC lehnt Jeanie Buss als «Governor» – Vertreterin der Eigentümer-Familie – gegenüber ihren Geschwistern den Verkauf der Los Angeles Lakers an Bob Iger und Joshua Kushner für 12,5 Milliarden Dollar ab. CNBC liegt ein entsprechendes Schreiben der Anwälte von Buss an die Rechtsberater ihrer Geschwister Jim, Johnny, Janie, Joey und Jesse vor. 

Die Wende kommt überraschend und widerspricht früheren Berichten, wonach sich die Familie für einen Verkauf ihrer Anteile an dem Basketball-Team von rund 18 Prozent entschieden habe. In dem Schreiben erklärt ihr Anwalt Adam Streisand, dass Jeanie Buss dem Verkauf des Teams nicht zugestimmt habe. Jeanie Buss sei gemäss einer gerichtlichen Anordnung aus dem Jahr 2017 weiterhin die kontrollierende Anteilseignerin der Lakers. Daher könne kein Verkauf ohne ihre Zustimmung stattfinden. Streisand bezeichnet Bestrebungen anderer Familienmitglieder zu einem Verkauf zudem als «Vertrauensbruch sowie eine Verletzung treuhänderischen Pflichten und Missachtung des Gerichts».

Das Schreiben offenbart einen Konflikt in der Familie Buss über den in der vergangenen Woche publizierten Deal. Iger und Kushner hatten sich mit dem Investor Mark Walter auf den Kauf dessen Mehrheitsbeteiligung an den Lakers von 65 Prozent geeinigt. Bei diesem Deal wurde das Team mit der Rekordsumme im amerikanischen Sportgeschäft von 12,5 Milliarden Dollar bewertet. Durch den Anteil der Familie Buss wäre Iger und Kushner auf einen Gesamtanteil von rund 83 Prozent am Team gekommen.

Juristen und Beobachter debattieren nun, ob Jeanie Buss ihrer Geschwister überhaupt an dem Verkauf deren Anteile hindern kann. Sie benötigt laut NBA-Regeln einen Anteil von 15 Prozent, um ihre Position als «Governor» halten zu können (Link). Angeblich strebt sie einen höheren Kaufpreis an, scheint aber auch an ihrer einflussreichen Rolle festhalten zu wollen (Link).

Andreas Mink