USA – Nahost 18. Jan 2026

Trump fordert Ende der Herrschaft von Ayatollah Ali Khamenei

Trump rief dazu auf, die Führung Ayatollah Ali Khameneis an der Spitze der Islamischen Republik zu beenden.

Interview des US-Präsidenten mit «Politico».

Am Samstag hat Trump nach dem Ende der 37-jährigen Herrschaft von Ayatollah Ali Khamenei als geistlichem Oberhaupt der Islamischen Republik gerufen: «Es ist Zeit, in Iran nach einer neuen Führung zu suchen.» Zuvor hatte er von amerikanischen Angriffen auf Iran abgesehen, während die Massenproteste dort aufgrund blutiger Repression anscheinend nachgelassen haben.

Noch am Dienstag hatte der US-Präsident die Bevölkerung aufgefordert, weiter zu protestieren und im Land «die Institutionen zu übernehmen»; Hilfe sei unterwegs.

Am nächsten Tag änderte Trump abrupt seinen Kurs. Denn er sei über eine Einstellung der Tötung von Demonstranten informiert worden. Am Samstag schlug er wieder härtere Töne an nachdem Khameneis X-Konto eine Reihe feindseliger Nachrichten gegen Trump veröffentlicht hatte. Der Ayatollah machte ihn für die tödliche Gewalt und Unruhen im Iran verantwortlich: «Wir halten den US-Präsidenten aufgrund der Opfer, Schäden und Verleumdungen, die er der iranischen Nation zugefügt hat, für schuldig». 

Weiter heisst es auf Khameneis Konto, Trump habe gewalttätige Gruppen fälschlicherweise als Vertreter des iranischen Volkes dargestellt. Dies sei «eine entsetzliche Verleumdung». Nachdem ihm «Politico»-Journalisten diese Beiträge vorgelesen hatten, sagte Trump, die Machthaber in Teheran stützten ihre Herrschaft auf Unterdrückung und Gewalt: «Als Staatsoberhaupt ist Khamenei schuldig für die vollständige Zerstörung des Landes und der Einsatz von Gewalt in einem nie da gewesenen Ausmass.» 

Die Führung sollte sich vielmehr «darauf konzentrieren, ihr Land ordentlich zu regieren, so wie ich es mit den USA tue, und nicht Tausende von Menschen töten, um die Kontrolle zu behalten.» Führung bedeute «Respekt, nicht Angst und Tod», so Trump weiter. Zu Khamenei erklärte der US-Präsident: «…er ist ein kranker Mann, der sein Land ordentlich regieren und aufhören sollte, Menschen zu töten. Sein Land ist aufgrund der schlechten Führung der schlimmste Ort der Welt zum Leben» (Link).

Andreas Mink