Tel Aviv 13. Mai 2026

Polizei als politischer Komplize

Ein israelischer Siedler und Soldaten der israelischen Streitkräfte im Dorf Jalud südlich von Nablus im Westjordanland.  

Polizei soll Aufbau von Siedler-Farmen im Westjordanland unterstützen.  

Die israelische Polizei will laut «Haaretz» einen ranghohen Polizeioffizier einsetzen, um die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Siedler-Aussenposten im besetzten Westjordanland zu koordinieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausweitung sogenannter Farm-Outposts, die von israelischen Siedlern errichtet werden und international als illegal gelten. 
Wie Haaretz berichtet, erklärte ein hoher Polizeivertreter, die Zusammenarbeit bedeute keine formelle Legalisierung der Außenposten. Gleichzeitig hiess es jedoch, diese könnten als „Sicherheitspartner“ fungieren und bei der Überwachung weiter Gebiete helfen. Kritiker sehen darin eine weitere institutionelle Unterstützung der Siedlungsbewegung. 
In den vergangenen Jahren haben insbesondere landwirtschaftliche Aussenposten stark zugenommen. Menschenrechtsorganisationen werfen radikalen Siedlergruppen vor, durch solche Farmen palästinensische Gemeinden zu verdrängen und grosse Flächen faktisch unter Kontrolle zu bringen. 

Redaktion