Verdienstvolle Arbeit für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts.
2001 von dem Journalisten und Historiker Jim G. Tobias mit gegründet, kann dann das «Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e. V.» nun das 25-jährige Bestehen feiern. Tobias leitet die Stiftung und gibt gemeinsam mit Andrea Livnat alle zwei Jahre das Periodikum «nurinst – Beiträge zur deutschen und jüdischen Geschichte» heraus.
Trotz schmaler Budgets und hoher Hürden beim Sammeln von Spenden und Fördermitteln betreibt das Institut eine fruchtbare und breite Forschungs- und Publikationsarbeit. Neben dem Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf das europäische Judentum stehen Untersuchungen zur jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts im Fokus. Ein Schwerpunkt ist die Vermittlung des Neubeginns nach der Shoa: Darstellung von Juden als politisch handelnde Menschen, die den Aufenthalt in den Displaced-Persons (DP)-Camps im von den Alliierten besetzten Deutschland als Vorbereitung auf ihre Zukunft im eigenen Staat ansahen.
Begegnungen mit Zeitzeugen in Deutschland, Israel, Australien, Kanada sowie den USA und Recherchen in nationalen und internationalen Archiven ermöglichten die Produktion von wissenschaftlichen Publikationen sowie Radio- und TV-Features, die auch für den Einsatz im Bildungsbereich geeignet sind. Zeitzeugen-Videos wurden Jüdischen Museen in Berlin, Frankfurt, Fürth und dem Eretz Israel Museum, Tel Aviv zur Verfügung gestellt.
Daneben dürfte Jim Tobias der Leserschaft als kompetenter Autor bei tachles und aufbau bekannt sein. Die Redaktion wünscht ihm und seinen Mitstreitern Mazel tov und Erfolg für mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert.