Meldung von «Haaretz»; angeblich Pläne für neue Angriffe auf Iran noch vor den Wahlen.
Auf X findet ein Bericht von «Haaretz» Beachtung, wonach Binyamin Netanyahu jüngst unter Vermittlung Washingtons um die Zustimmung Saudi-Arabiens zu einer israelischen Beteiligung am Krieg gegen die jemenitischen Huthis angefragt hat. Angeblich hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman diesen Schritt jedoch am Montag abgelehnt. Hintergrund sind die eskalierenden Raketen-Attacken der auch als Ansarallah-Bewegung bekannten Huthis auf den Flughafen von Riad und saudische Ölanlagen. Huthi-Sprecher haben am Dienstag mit weiteren Angriffen auf die Infrastruktur des saudischen Öl-Konzerns Aramco gedroht.
Dem Bericht zufolge befürchtet der Kronprinz negativ Reaktionen der saudischen Bevölkerung. Auf der Suche nach diplomatischen Erfolgen im Vorfeld der Wahlen in Israel, hofft Netanyahu angeblich, dass eine israelische Waffenhilfe die Beziehungen zu Riad stärken und die Normalisierung der Beziehungen voranbringen würde. Saudische Vertreter haben wiederholt betont, eine Normalisierung hänge von der Bereitschaft Israels ab, längerfristig die Bildung eines palästinensischen Staates zu bewilligen.
Angeblich hat Netanyahu bereits im September «Israels Dienste» für einen «umfassenden Krieg» gegen die Ansarallah-Bewegung angeboten, dies hatte die libanesische Zeitung «Al-Akhbar» berichtet. Derzeit unternehmen von Saudi-Arabien unterstützte tribale Kräfte und Söldnertruppen eine Offensive gegen die auf die Stadt Taiz und die Südwestküste Jemens vordringenden Huthis (Link).
Daneben wurden Dienstagnacht Informationen über Bestrebungen Netanyahus bekannt, Trump noch vor den Wahlen in Israel zu gemeinsamen, erneuten Angriffen auf Iran zu bewegen. Der US-Präsident soll daran kaum interessiert sein – hat aber angeblich auch kein Veto für israelische Operationen eingelegt (Link).