USA – Politik 25. Mai 2026

Mysteriöse Intrigen bei Vorwahlkampf in Texas

Maureen Galindo (links) und Johnny Garcia am 6. Mai bei einer Veranstaltung in San Antonio.

Wahl-Organisation mit mutmasslichen Verbindungen zu Republikanern unterstützt vehemente Zionismus-Kritikerin.

Bei Kongress-Vorwahlen der Demokraten im 35. Bezirk rund um das texanische San Antonio ist neuerdings eine Wahl-Organisation (Super-PAC) namens «Lean Left» aktiv, der Analysten Verbindungen zur republikanischen Fraktionsführung im US-Kongress nachsagen. Lean Left hat anhin 900.000 Dollar in Werbung für Maureen Galindo investiert. Die Sexualtherapeutin tritt gegen den Mandatsträger Johnny Garcia an und wird in der Partei weithin für als antisemitisch eingestuften Äusserungen verurteilt wurde. So hat Galindo gefordert, ein örtliches ICE-Internierungslager in ein «Gefängnis für amerikanische Zionisten» umzuwandeln. 

Dabei überrascht, dass die Republikaner in diesem Wahlkampf mitmischen. Allerdings ist das Muster vertraut. Neue Super-PACs versuchen landesweit, polarisierende und extreme Demokraten in Vorwahlen zu unterstützen, die bei den allgemeinen Stimmgängen im November kaum Chancen gegen Republikaner hätten. Allerdings dürften die Demokraten im der 35. Wahlbezirk nach der von den Konservativen in Texas jüngst durchgesetzten Wahlkreisreform Probleme haben. 

Trotzdem setzt die Partei hier auf einen Erfolg. Das Democratic Congressional Campaign Committee unterstützt Johnny Garcia massiv mit Geld und Logistik. Anlass zu Optimismus gibt den Linksliberalen, dass sich hispanische Wähler in Texas und anderswo nach ihrer Rekord-Unterstützung für Trump im Jahr 2024 wieder stärker nach links orientieren. Grund ist die allgemeine Frustration über Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und den Iran-Krieg (Link).

Andreas Mink