New York 03. Mär 2026

Massive Kritik an Mamdani

Menschen tragen Plakate während einer Demonstration unter dem Motto «Stoppt den Krieg gegen den Iran» auf dem Times Square am 28. Februar 2026.  

New Yorks Bürgermeister sorgt für Debatte mit einer Erklärung zum Iran-Krieg.  

Der sozialistische Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, steht international in der Kritik, nachdem er die jüngsten gemeinsamen Luftangriffe der USA und Israels auf Iran scharf verurteilte und gleichzeitig nur Solidarität mit US-Iranern zum Ausdruck brachte – nicht aber mit Israelis. 
In einer am Wochenende veröffentlichten Stellungnahme bezeichnete Mamdani die Angriffe auf iranische Ziele – die unter anderem den Tod von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei zur Folge hatten – als «katastrophale Eskalation in einem illegalen Krieg der Aggression». Er forderte ein Ende von Kriegen zur Regime-Change-Politik und betonte, die Menschen in den USA wollten «Frieden statt weiterer Kriege». 
Besondere Aufmerksamkeit erregte, dass Mamdani in seiner Botschaft explizit Iraner in New York als Teil der Stadtgesellschaft ansprach und ihnen Sicherheit zusagte. Eine ähnliche direkte Ansprache an israelische oder jüdische New Yorker fehlte. Dies löste teils scharfe Reaktionen aus, gerade in Jewish-Community-Kreisen. Kritiker bemängelten, dass er damit die Belange der dortigen jüdischen Bevölkerung und die Gefährdung durch iranische Geheimdienstangriffe ignoriere. 
Mamdani sieht sich nicht nur internem Druck ausgesetzt: Ex-Bürgermeister Eric Adams äusserte Gegenteiliges und richtete seine Botschaft an iranisch-stämmige New Yorker, die das Ende Khameneis begrüssten. Er betonte die Hoffnungen vieler auf Freiheit und politisches Umdenken im Iran. 
Auch konservative Kommentatoren und Politiker werfen Mamdani vor, mit seiner Wortwahl das iranische Regime zu entschuldigen und israelische Interessen auszublenden – eine Kritik, die sowohl medial als auch in sozialen Netzwerken prominent vertreten ist. 
Die Debatte geht über politische Fronten hinaus: Einige iranisch-jüdische New Yorker äussern gemischte Gefühle angesichts des Angriffs und der Reaktionen darauf. Während manche die Militäraktion als Befreiungsschlag sehen, warnen andere vor den Risiken und möglichen Eskalationen. 

Redaktion